CO2-Zertifikate: Erfolgreich und zum Scheitern verdammt - der Emissionshandel

Um das zu erreichen, hat die EU das Emissionshandelssystem (EU-ETS) eingeführt. Andere Emittenten, allen voran der Verkehrssektor, sind .

Unternehmen in verschiedenen Branchen müssen die Biomassefraktion ihrer CO2 Emissionen bestimmen, da Kohlenstoff neutrales CO2 von ihrem Treibhausgasbestand abgezogen werden kann. Der Emissionsrechtehandel erfolgt in mehrjährigen Handelsperioden auch Zuteilungsperioden genannt , um Schwankungen etwa infolge von extremen Wetterlagen auszugleichen milde Winter zum Beispiel bedeuten geringere Emissionen und längerfristige Investitionssicherheit zu schaffen. Einerseits sollen dadurch die Kosten der Emissionsverringerung möglichst niedrig gehalten werden. Teilsektors in der Gemeinschaft in den Jahren und Er sollte Ökonomie und Ökologie miteinander versöhnen, indem er einen Markt für Verschmutzungsrechte schuf.

Regelung der Überwachung und Berichterstattung (Monitoring and Reporting Regulations – MRR)

Die EU ETS ist das weltweit größte Multi-Länder, Multi-Sektor Treibhausgas Emissionshandelssystem Die EU ETS empfiehlt EN um den Biomasseanteil von Ersatzbrennstoffen zu messen Mit Hilfe der von Beta Analytic angebotenen EN Analysen ist es Unternehmen möglich Emissionsgutschriften im Rahmen der EU ETS .

Er sollte Ökonomie und Ökologie miteinander versöhnen, indem er einen Markt für Verschmutzungsrechte schuf. Acht Jahre später aber ist der Handel mit den Zertifikaten zum Streitfall in der EU geworden - und das, obwohl er sein Ziel offenbar erreicht hat. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum europäischen Emissionshandel. Im Kyoto-Protokoll, das in Kraft trat, haben sich Staaten erstmals zu konkreten Einsparzielen verpflichtet.

Verglichen mit strebt die EU an, die Emissionen bis im Durchschnitt um 20 Prozent zu senken. Andere Emittenten, allen voran der Verkehrssektor, sind darin nicht eingebunden. Die Stärke des Emissionshandels ist sein Mechanismus, der das Klimaziel mit einem marktwirtschaftlichen Verfahren verbindet. Dieses Zertifikat kann gehandelt werden.

Der Preis wird an den Strombörsen in Leipzig und London festgelegt. Die Emittenten haben die Wahl: Sie entscheiden, was sich für sie eher lohnt, nicht der Staat. So wird stets dort in den Klimaschutz investiert, wo das am günstigsten ist.

Der Emissionshandel umfasst die Branchen, die besonders viele Emissionen verursachen. In den 27 EU-Staaten sind rund 12 Unternehmen betroffen: Nicht beteiligt sind die Landwirtschaft und Privathaushalte.

Eine Sonderrolle spielt der Flugverkehr: Auf Druck vor allem aus Amerika und China wurden jedoch Flüge, die in Übersee starten oder dorthin fliegen, für ein Jahr befreit. Zwar ist bekannt, wie viele Zertifikate jede Woche neu in Umlauf gebracht werden, wer genau welche Mengen besitzt, ist dagegen unklar. Zwischen 1,5 und 2 Milliarden überschüssige Zertifikate sind demnach im Umlauf.

An der Leipziger Strombörse mussten in diesem Jahr bereits Auktionen neuer Zertifikate wegen fehlender Nachfrage abgesagt werden. So ein Vorurteil ist schnell bestärkt, ein wachsender Hass leicht zu schüren: Die Mechanismen der sozialen Medien spielen eine wesentliche Rolle bei Desinformationskampagnen der Geheimdienste. Das scheint vielen spanischen Landwirten allerdings nicht zu reichen: Portland in Oregon steht für das andere, bessere Amerika.

Nun droht ihr der gute Ruf zum Verhängnis zu werden. Erfolgreich und zum Scheitern verdammt - der Emissionshandel. Das Ziel lässt sich damit nur durch zusätzliche Anstrengungen in anderen Bereichen erreichen. Weiterhin wird kritisiert, dass bei der Zuteilung der Emissionszertifikate die besonders CO 2 -intensiven Kohlekraftwerke , auch Neuanlagen, gegenüber den wesentlich effizienter arbeitenden Gaskraftwerken GuD-Kraftwerken bevorzugt würden, indem ihnen doppelt so viele CO 2 -Zertifikate zugeteilt wurden wie Gaskraftwerken mit gleicher Leistung.

Der WWF belegt in einer veröffentlichten Studie am Beispiel ausgewählter Unternehmen, dass energieintensive Unternehmen in der Vergangenheit so viele kostenlose Emissionsberechtigungen erhielten, dass sie durch deren Verkauf erhebliche Zusatzgewinne erzielten. Die im Zuge des EU-Emissionsrechtehandels festgelegten Emissionsreduktionen reichen nicht aus, um diese Ziele zu erreichen. Aufgrund der dominierenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zirka 60 Prozent [37] und der bereits vergleichsweise effizienten Industrieanlagen sind die gewünschten Einsparungen in diesen Sektoren nicht realisierbar.

Hier haben sich die Treibhausgasemissionen von bis Ende um 54 Prozent erhöht, wenngleich sie von auf um 0,9 Millionen Tonnen leicht abgenommen haben. Für das Jahr wird aufgrund der besseren Wirtschaftslage erneut mit einem Anstieg der Treibhausgasemissionen gerechnet. Rechnet man die Emissionen hinzu, für die lediglich Vorsorge in Form von Zertifikaten für treibhausgasarme Projekte getroffen wurden, dann verfehlte Österreich das Ziel im Jahr sogar um knapp 20 Mio.

Tonnen auf 27,3 Mio. Tonnen um 14,5 Prozent zurückgegangen. Der Durchschnittspreis wird mit 9 Euro pro Tonne angegeben. Fünf Prozent konnten versteigert werden. Nur wenige Mitgliedstaaten nutzten ihren Spielraum. Somit wurden fast alle Emissionsberechtigungen verschenkt. Phase I stand unter dem Zeichen einer massiven Überallokation an Berechtigungen.

Insgesamt wurden etwa 2. Tatsächlich wurden aber nur 2. Nachdem Ende April bekannt wurde, dass die französischen Unternehmen im Jahr knapp 12 Prozent weniger Kohlendioxid emittierten als sie eigentlich dürften, brach der Preis der Emissionshandelszertifikate vom historischen Höchstwert von 30 Euro auf 9,13 Euro ein siehe Grafik. Der kontinuierliche Preisverfall zum Ende des Jahres ist darauf zurückzuführen, dass die Zertifikate nicht in die nächste Periode mitgenommen werden konnten.

Entsprechend näherte sich ihr Wert gegen Null. Um den Erfolg des Emissionshandelssystems einschätzen und bewerten zu können, reicht ein einfacher Vergleich von Zertifikate-Zuteilung und tatsächlichen Emissionen nicht aus. Werden den Treibhausgasverursachern mehr Emissionsberechtigungen zugeteilt als diese brauchen, könnte das einerseits auf eine zu hoch angesetzte Begrenzung der Zertifikate Überallokation , jedoch genauso gut auf unerwartete Einsparungen von Seiten der Industrie hindeuten.

Dies würde immerhin zwischen 2,5 und 5 Prozent der gesamten Emissionen im EU-Emissionshandelssektor entsprechen. Das Ergebnis deutet eher auf unerwartete Ersparnisse vonseiten der Industrie hin, was einem — zumindest kleinen — Erfolg des Emissionshandels in dieser Phase gleichkommt.

Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass einige der zugrunde gelegten Daten Emissionen der Jahre bis , die auch für die Erstellung der nationalen Allokationspläne verwendet wurden nicht sehr verlässlich sind, da sie von der Industrie und unter Zeitdruck zur Verfügung gestellt wurden.

Deutschland zeichnet demnach für 35,3 Millionen Tonnen bzw. Laut Studienautoren ist dies auf den überproportional hohen Anteil von Strom aus Kohlekraftwerken zurückzuführen, welche vom Emissionshandel besonders betroffen sind. Laut eigenen Prognosen wird die EU ihr selbst gestecktes Ziel siehe Abschnitt Hintergrund und Entstehungsgeschichte somit voraussichtlich erreichen oder sogar übertreffen. Die zweite Phase lief von bis und fiel damit mit der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls zusammen, auf die sich die Emissionsziele beziehen.

Einerseits sollen dadurch die Kosten der Emissionsverringerung möglichst niedrig gehalten werden. Andererseits soll der Transfer von Geld und Technologie den Entwicklungsländern eine ökologisch nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen. Die zulässige Höhe der so ausgeglichenen Emissionen kann jeder Staat eigenständig festlegen; in Deutschland wurde sie auf 22 Prozent der jeder einzelnen Anlage zugeteilten Emissionszertifikate begrenzt.

Sie können bis zu zehn Prozent ihrer Zertifikate versteigern. Deutschland verkauft momentan 8,8 Prozent der Zertifikate über die Börse. Mit der am April von der EU beschlossenen dritten Handelsphase ist es bei der Vergabe der Zertifikate zu wesentlichen Veränderungen gekommen. Diese beträgt im Jahr 2,08 [60] Mrd. Die Menge wird jährlich — beginnend mit — um den festen Wert von 1,74 Prozent der durchschnittlich in der zweiten Handelsperiode verausgabten Zertifikate entspricht 38,3 Mio.

Auch die Anzahl der einbezogenen klimawirksamen Stoffe im Handelssystem ist erhöht worden. So werden beispielsweise Lachgas und vollhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe in das Emissionshandelssystem einbezogen. Es gibt allerdings Ausnahmen für energieintensive und exportorientierte Unternehmen. Die Betreiber dieser Kraftwerke erhalten zu Beginn noch bis zu 70 Prozent der Zertifikate gratis, müssen diese jedoch spätestens ebenfalls zur Gänze ersteigern.

Darüber hinaus kommt es zu einer Neuregelung der Vergabe von Gratiszertifikaten. Jene Zertifikate, die weiterhin kostenfrei bleiben, werden in Zukunft nicht mehr nach dem Grandfathering die Orientierung an historischen Emissionen der Anlage vergeben, sondern nach dem Prinzip der besten verfügbaren Technologie best available technology , BAT, Orientierung am technischen Standard der Anlagenklasse.

Ausgangspunkt für die Festlegung der Benchmarks ist die Durchschnittsleistung der zehn Prozent effizientesten Anlagen eines Sektors bzw. Teilsektors in der Gemeinschaft in den Jahren und Reiche EU-Staaten müssen 12 Prozent der ihnen zustehenden Emissionsrechte an ärmere Staaten abgeben, um deren Kosten durch den Emissionshandel abzufedern. Im Juli wurde durch die Europäische Kommission ein Vorschlag für die 4.

Dieser Reduktionsfaktor soll frühestens angepasst werden. Damit sollten alle Fluglinien, die in der EU starten oder landen, in Zukunft unabhängig von ihrer Herkunft Emissionszertifikate kaufen — auch für Interkontinentalflüge. Bei Langstrecken-Flügen sei mit Preiserhöhungen von bis zu 40 Euro zu rechnen. Stattdessen werden die Zertifikate direkt durch die Kommission verteilt.

Indien , Russland , die Vereinigten Staaten und die Volksrepublik China verboten teilweise ihren Fluggesellschaften, sich den Regeln zu unterwerfen; so untersagte die Volksrepublik China den in ihrem Land registrierten Fluggesellschaften, Geldmittel für die Zertifikate aufzuwenden. Bis will sie ein marktbasiertes System zur Emissionsbegrenzung entwickeln, das in Kraft treten soll.

Ausgehend von dem dann erreichten Niveau sollen die Luftfahrt-Emissionen fortan nur noch CO 2 -neutral wachsen. Zudem soll es Erleichterungen für Entwicklungsländer und für Staaten mit schwieriger Wirtschaftslage geben. Jährlich werden etwa 2 Mrd. Dadurch, dass pro Jahr ca. Zertifikate mehr ausgegeben werden als strukturell benötigt werden und zugleich nur 40 bis 50 Mio. Tonnen Zertifikate pro Jahr gelöscht werden, existiert ein Zertifikateüberschuss, der derzeit weiter ansteigt. Mit Stand Februar ist ein Überschuss von ca.

Trotz des niedrigen Preises konnte für Deutschland nachgewiesen werden, dass nicht vom Zertifikatezwang befreite Firmen ihre Emissionen schneller senkten als der Durchschnitt, ohne Arbeitsplätze oder Exporte zu verlieren. Dezember verabschiedete der im betreffenden Verfahren nicht federführende Umweltausschuss des EU-Parlaments im Rahmen der Beratungen zur Energieeffizienzrichtlinie einen Beschluss, wonach die EU-Kommission zu Beginn der dritten Handelsperiode weitere insgesamt 1,4 Milliarden Emissionshandelszertifikate zurückhalten könnte set aside , um den unerwartet niedrigen Preis von 7,40 Euro zu stützen.

Die Mengenkürzung entspräche mehr als dem dreifachen der Menge, die die deutsche Industrie pro Jahr benötigt. Die in Deutschland vermiedenen Emissionen bei der Stromerzeugung senken die europäische Nachfrage nach Zertifikaten. Der niedrigere Preis würde fossile Energien billiger machen und so in Ländern ohne vergleichbare Förderungen die Investitionen in fossile Energiegewinnung lenken. Die Kohle- und Gaskraftwerke stünden dann eben in Polen oder Italien, während Solaranlagen in der Estremadura verhindert würden.

Der federführende Umweltausschuss des Europäischen Parlaments beschloss am Februar Änderungsanträge zu diesem Vorschlag, die darauf hinauslaufen, dass die Kommission eine solche Änderung nur einmalig und unter bestimmten Voraussetzungen vornehmen darf. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments sprach sich im Februar für den Vorschlag der Kommission aus, Millionen Emissionszertifikate vorübergehend aus dem Markt zu nehmen. Allerdings müssen diesem Plan noch das Plenum des Parlaments sowie die Mitgliedsstaaten zustimmen.

Auf diesem Weg der Entscheidung wird sich die Anzahl der stillzulegenden Emissionsrechte deutlich verringern. Das deutsche Umweltbundesamt drängt auf stärkere Anreize für den Klimaschutz durch den Emissionshandel und eine entsprechende Anpassung des Zertifikatebudgets. Nur so gebe es für Energiesektor und Industrie genug Anreiz, mehr in den Klimaschutz zu investieren. Insgesamt müsse das Europäische Klimaschutzziel von 20 Prozent auf 30 Prozent erhöht werden.

Bedenklich sei zudem, dass die Emissionen aus dem Verkehrsbereich steigen, die nicht im Emissionshandel einbezogen sind. Ebenfalls wurde eine Umfrage des Instituts TNS Emnid veröffentlicht, der zufolge sich 73 Prozent der Deutschen dafür aussprechen, dass die EU ihr Emissionsziel für von den niedrigen 20 auf 30 Prozent unter dem Niveau von anhebt. Polen ist derzeit der wichtigste Blockierer höherer Klimaziele.

Nach Schätzungen des Instituts könnte der kumulierte Überschuss bis auf 2,6 Milliarden Tonnen ansteigen. Damit der Emissionshandel seine Lenkungswirkung erfüllen kann, müsse der Zertifikatsüberschuss dauerhaft abgebaut werden. Eine Analyse des Instituts zeige, dass ein Teil des Überschusses durch die Hedging-Nachfrage von Stromerzeugern absorbiert werden könne.

Der verbleibende Überschuss könnte durch die von der EU-Kommission vorgeschlagene Verschiebung von Zertifikatsversteigerungen Backloading innerhalb der laufenden Handelsperiode reduziert werden. Zugleich sei ein Konsultationsprozess für eine strukturelle Reform des Emissionshandels eingeleitet worden.

Andernfalls stehe die Glaubwürdigkeit der europäischen Klimapolitik auf dem Spiel. Angesichts niedriger CO 2 -Preise verschlechtere sich die Wettbewerbsfähigkeit von Erdgas- gegenüber Kohlekraftwerken und die Auslastung von Gaskraftwerken nehme ab.

Juli stimmte das Europäische Parlament für eine Verknappung der Zertifikate, um einen weiteren Preisverfall der Zertifikate zu verhindern. Nach einem Vorschlag der Europäischen Kommission soll das Überangebot von rund zwei Milliarden Zertifikaten von bis um Millionen zu reduzieren.

Verschmutzungsrechte, die nach ursprünglichen Plänen erst in den Jahren und freigegeben werden sollten, sollen dafür bereits ab auf den Markt kommen. November haben sich die Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten der EU für einen Vorschlag zum Backloading ausgesprochen, der vorsieht, dass Mio.

Zertifikate aus der aktuellen Auktionierung herausgenommen werden, um diese nach wieder einzuspeisen. Die Millionen Zertifikate aus dem Backloading sollen dauerhaft aus dem Markt genommen und in eine Reserve überführt werden.