Spread (Wirtschaft)


Hierbei gilt allgemein, dass je breiter ein Spread ausfällt, desto höher die Kredit- , Markt- und Liquiditätsrisiken sind und desto höher die Gewinnspannen ausfallen und umgekehrt. Im Wertpapierhandel gibt die Marge die Differenz zwischen dem Ausgabekurs und dem aktuellen Kurswert eines Wertpapiers an.

Inhaltsverzeichnis


Der Zinsspread gilt als Indikator für makroökonomische Phänomene. So werden einer steilen Zinsstrukturkurve mit niedrigen Zinsen im Geldmarkt expansive Effekte zugeschrieben und umgekehrt.

Die Renditedifferenz aus einer Anleihe gegenüber dem vergleichbaren risikolosen Zins zu gleicher Laufzeit wird als Credit Spread oder Kreditaufschlag bezeichnet. Die Höhe des Credit Spread ist allerdings nicht nur von der Laufzeit und der Schuldnerbonität abhängig, sie unterliegt selbst auch Marktschwankungen. Das daraus resultierende Risiko für den Anleger wird — zusammen mit dem Risiko der Bonitätsänderung des Schuldners — als Spreadrisiko bezeichnet.

So ist es beispielsweise üblich, bei einer Unternehmensanleihe nicht die absolute Rendite anzugeben, sondern vielmehr den Kreditaufschlag gegenüber einer als weitgehend risikolos betrachteten Staatsanleihe bester Bonität.

Je höher der Kreditaufschlag, umso höher ist das Bonitätsrisiko einer Anleihe einzustufen. Sie beinhaltet, dass gleichzeitig zwei Optionen gleicher Art Kauf oder Verkauf gekauft und verkauft werden, wobei sich beide Optionen nur im Basispreis oder Verfalldatum unterscheiden. Mit Hilfe solch eines Spreads kann das Risiko gegenüber dem alleinigen Kauf oder Verkauf von Kaufoptionen englisch Calls oder Verkaufsoptionen englisch Puts stärker begrenzt werden, weil der maximale Gewinn oder Verlust von vorneherein feststeht.

Hausse-Spreads und Baisse-Spreads sind durch den Butterfly spread miteinander verbunden. Spreads gelten oft als Frühindikatoren , weil sie Hinweise darauf geben können, wie ein Risiko gegenwärtig einzuschätzen ist und sich künftig entwickeln kann.

Bankwesen Volkswirtschaftliche Kennzahl Betriebswirtschaftliche Kennzahl. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. Diese Seite wurde zuletzt am August um Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden. Im Wertpapierhandel gibt die Marge die Differenz zwischen dem Ausgabekurs und dem aktuellen Kurswert eines Wertpapiers an.

Eine Margin ist die Sicherheitsleistung bei Termingeschäften im Börsenhandel. Die Bankkalkulation kennt als Kalkulationsverfahren die Margenkalkulation , deren Ausgangspunkt die Konditionsmarge als Differenz zwischen dem Effektivzins eines Kundengeschäfts und dem Effektivzins eines alternativen Geschäfts am Finanzmarkt bildet Opportunitätskosten. Von dieser Bruttomarge sind zur Ermittlung der Nettomarge die Risikokostenmarge und Betriebskostenmarge abzuziehen.

Im Hinblick auf die Verhandlungsmacht des Bankkunden kann grob zwischen Privathaushalten und Firmenkunden unterschieden werden. Die Indifferenzmarge ist bei der Arbitrage die Gewinnspanne zwischen Zinsdifferenz und Swapsatz , bei der sich Arbitragegeschäfte noch nicht oder nicht mehr lohnen, es liegt Arbitragefreiheit vor. Der Margentarif ist im Speditionswesen ein variierender Preis innerhalb einer Preisunter- und -obergrenze, der bei fehlenden Festpreisen vom Spediteur abgerechnet werden darf.

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Marge Begriffsklärung aufgeführt. Kostenrechnung Handel Börsenhandel Bankwesen Güterverkehr. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel.